Studioporträt des in der Bronx geborenen Illustrators Pope Phoenix, der einen pfirsichfarbenen Hoodie trägt; aufgenommen in warmem, natürlichem Licht.

Pope Phoenix

Illustrator

Vereinigte Staaten

Affinity Creative Partner

Pope Phoenix ist ein in der Bronx geborener Kreativer, der eine Ausbildung in Illustration, Art Direction und Grafikdesign absolviert hat. Er arbeitet sowohl mit digitalen als auch mit herkömmlichen Medien. In seiner Arbeit konzentriert er sich darauf, gemeinsame menschliche Erfahrungen und die Verbindungen, die uns zusammenbringen, zu erforschen. In seinem aktuellen Projekt „ABOUT FACE“ setzt er sich mit Identität, Empathie und der gegenseitigen Verantwortung auseinander, die wir füreinander tragen. Dabei nutzt er die Porträtfotografie als Raum für Reflexion und Dialog.

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„Da ich alle Tools, die ich brauche, in einem einzigen, individuell angepassten Studio habe, kann ich mich ganz auf die Arbeit konzentrieren. Ich muss mir nicht den Kopf darüber zerbrechen, wie ich meine Entwürfe zwischen verschiedenen Apps hin- und herbewegen soll. Diese Kontinuität sorgt dafür, dass der Prozess reibungslos verläuft und Ideen sich auf natürliche Weise entwickeln können.“

Fragen & Antworten

  • Als ich zum ersten Mal über diese Frage nachdachte, musste ich an die Zeit zurückdenken, als ich redaktionelle Illustrationen für OKAYPLAYER erstellt habe. Das war eines meiner Lieblingsprojekte, bei dem ich meine Liebe zum Hip-Hop mit einer Comic-Ästhetik verband, um Geschichten für die Zeitschrift zu erzählen. Aber je mehr ich darüber nachdachte, desto klarer wurde mir, dass die Arbeit, für die ich bekannt sein möchte, über einzelne Projekte hinausgeht. Es geht darum, ein Unterstützungsnetzwerk für Kreative zu sein, die sich in einer sich ständig wandelnden Landschaft zurechtfinden müssen – und dabei mit Kritik, finanziellem Druck und Kundenbeziehungen umgehen müssen. Ich habe mich durch einen Großteil dieses Lernprozesses hindurchgetastet, und jetzt versuche ich, der Mentor zu sein, den ich früher selbst nicht hatte.

  • Mein Prozess fühlt sich an, als hätte ich mir einen tollen Kurzhaarschnitt verpassen lassen und würde dann beschließen, die Haare wieder wachsen zu lassen. Dann gilt es, die unangenehme Übergangsphase durchzustehen. Diese Phase ist voller Pannen, Rückschläge, Frustration, Unglauben und gerade genug ungerechtfertigtem Selbstvertrauen, um durchzuhalten. Es sind stundenlange Vorbereitungen, Skizzen, Recherchen, Versuch und Irrtum. Man verliebt sich in eine Idee, nur um mitanzusehen, wie sie bei der Umsetzung in sich zusammenfällt. Und dann, wenn alles verloren scheint, macht es plötzlich „Klick“. Die Strichstärken zeichnen sich ab, die Farbe beginnt zu fließen, und die Idee nimmt Gestalt an. Ich liebe diesen Moment. Dann verbringe ich die nächste Stunde damit, zu hoffen, dass ich es nicht vermassele.

  • Kreative Regeln sind schon komisch. Sie sollen Künstlern helfen, in einer Welt, in der das schwierig sein kann, ihren eigenen Stil zu finden. Das macht die Regeln zu einer Sprache, die darauf ausgelegt ist, das Werk für diejenigen, die es konsumieren, ansprechender zu machen. Ich halte mich in meiner eigenen Praxis immer noch an Regeln, zumindest vorerst. Wie ich meine Strichführung gestalte, ist meine unumstößliche Regel. Ich teile die Strichstärken durch zwei: Wenn mein dickster Strich 12 pt ist, ist der nächste 6 pt, dann 3 pt. Dieses System sorgt für Struktur und Klarheit, sodass das Bild auch in den chaotischsten Szenen zusammenhält und nicht aus dem Rahmen fällt.

  • Mein heimlicher Held ist der Mischmodus „Radieren“. Ich weiß: Die meisten reagieren mit „Wovon redest du denn?“ –, aber dieser Mischmodus ist der Hammer, und ich kann mich nicht erinnern, das schon mal irgendwo anders so gesehen zu haben. Wenn du ihn auf eine Form anwendest, dringt er bis in die untersten Ebenen deiner Datei vor, was je nach dem, was du gerade machst, meist ein weißer Hintergrund ist. Auf den ersten Blick scheint das also ziemlich sinnlos zu sein … bis du diese Form in eine Gruppe einfügst und sie plötzlich nur noch auf die Objekte in dieser Gruppe wirkt. Jetzt kannst du diese Form nutzen, um darunterliegende Objekte zu löschen. Im Grunde schneidest du damit Dinge aus, ohne dabei die Daten zu zerstören. So kannst du jederzeit wieder darauf zugreifen und Änderungen vornehmen. Ein absoluter Hit.

  • Zuschnittmasken. Ich weiß, das klingt komisch, aber das einfache Erstellen hat meinen Arbeitsablauf enorm beschleunigt. Einfach sind die Masken, weil man die Elemente einfach nur durch Ziehen und Ablegen ineinander ziehen muss. Außerdem kannst du sie über mehrere Ebenen hinweg verschachteln; das ist der Wahnsinn! Ich habe Dateien mit mehr verschachtelten Ebenen als manche Wohnhäuser in der Bronx.

Eine farbenfrohe Porträtillustration von Pope Phoenix, die eine Frau mit rosa Afro-Frisur und übergroßer Brille vor einem geometrischen Neonhintergrund zeigt.