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So öffnest du eine PSD-Datei in Affinity

3 Min. Lesedauer Veröffentlicht

Du hast eine Datei von einem Kunden, einem Kollegen oder aus deinem eigenen Archiv erhalten: eine PSD-Datei. Du arbeitest jetzt in Affinity. Die Frage ist: Wie öffnest du eine PSD-Datei, ohne Ebenen, Smartobjekte oder den Verstand zu verlieren? Die gute Nachricht: Es ist ganz einfach. Affinity verarbeitet Photoshop-Dateien nativ, und diese Anleitung zeigt dir genau, was passiert, wenn du eine importierst.

Datei direkt öffnen

Der einfachste Weg: Geh zu Datei > Öffnen, wähle deine PSD-Datei aus und klicke auf „Öffnen“. Affinity liest die Datei, behält deine Ebenenstruktur bei und lässt dich direkt loslegen. Kein Konvertierungsschritt, kein Zwischenformat.

Alternativ kannst du die PSD-Datei aus ihrem Ordner auf einen Bereich außerhalb des Arbeitsbereichs ziehen. Gleiches Ergebnis, weniger Klicks.

Ein wichtiger Hinweis: Der Import ist ein einseitiger Vorgang. Affinity überschreibt deine ursprüngliche PSD-Datei nicht. Stattdessen wird die Datei als Affinity-Dokument gespeichert. Wenn du die Datei wieder im PSD-Format speichern musst (etwa für ein DAM-System oder einen Kunden, der darauf besteht), exportiere sie über Datei > Exportieren.

Was passiert mit deinen Ebenen?

Die Ebenen werden unverändert und bearbeitungsbereit übernommen. Anpassungsebenen werden ihren Affinity-Entsprechungen zugeordnet. Wenn deine PSD-Datei ArtBoards enthält, wird jedes ArtBoard in Affinity zu einer eigenen Ebene. Wenn du Affinitys Ebenensystem noch nicht kennst, lohnt sich ein kurzer Blick darauf.

Dateien im Large Document Format (PSB) werden ebenfalls unterstützt. Auch mit Bildmontagen im Multi-Gigabyte-Bereich bist du bestens gerüstet.

Smartobjekte bearbeitbar halten

Standardmäßig werden Smartobjekte in PSD-Dateien beim Import gerastert. Das reicht für viele Workflows, aber wenn du sie als eigenständige Objekte bearbeitbar halten möchtest (mit intakten, zerstörungsfreien Anpassungen, Filtern und Transformationen), musst du zuerst eine Einstellung aktivieren.

Geh zu Einstellungen > Allgemein, scrolle nach unten und aktiviere „PSD-Smartobjekte importieren wo möglich“. Danach bleiben alle Smartobjekte in deinen importierten PSD-Dateien weiterhin bearbeitbar. Wenn du eine Ebene mit einem Smartobjekt duplizierst oder kopierst, bleibt die Bearbeitungsfunktion erhalten.

So bearbeitest du ein Smartobjekt nach dem Import: Wähle das Verschieben-Werkzeug aus, dann doppelklicke entweder auf die Ebene im Ebenen-Bedienfeld oder wähle „Dokument bearbeiten“ oder „Dokument ersetzen“ aus der Kontextleiste.

Eine PSD-Datei in ein bestehendes Dokument einfügen

Wenn du eine PSD-Datei nicht als eigenständiges Dokument öffnen möchtest, kannst du sie direkt in ein Projekt einfügen, an dem du gerade arbeitest. Geh zu Datei > Platzieren. Bei mehrseitigen Dateien wird jede Seite auf ein eigenes ArtBoard abgelegt.

Farbraum: Was dich erwartet

Affinity behält standardmäßig den Farbraum deiner importierten Datei bei. Das aktive Farbprofil wird in der oberen linken Ecke des Arbeitsbereichs angezeigt. Wenn du die Datei in deinen Standard-Arbeitsfarbraum konvertieren möchtest, geh zu Einstellungen > Farbe und wähle die Option „Geöffnete Dateien in Arbeitsfarbraum umwandeln“.

Ein paar Einstellungen, die du kennen solltest

Unter Einstellungen > Allgemein gibt es noch ein paar weitere Optionen, die für den PSD-Import relevant sind:

  • PSD-Text nicht als Bitmap, sondern als Text importieren: So bleiben die Textebenen bearbeitbar.
  • „Speichern“ für das Überschreiben importierter PSD-Dateien ermöglichen: Nur empfohlen, wenn du PSD als Austauschformat mit einer DAM-Anwendung verwendest.

Und das war’s

Um eine PSD-Datei in Affinity zu öffnen, brauchst du weder eine ganze Tutorial-Reihe noch einen ganzen Nachmittag. Öffnen, bearbeiten, fertig. Deine Ebenen sind da, deine Smartobjekte sind bearbeitbar, wenn du willst, und dein Farbprofil ist intakt.

Egal, ob du ein komplettes Projekt aus Photoshop migrierst oder regelmäßig Kundendateien öffnest, Affinitys PSD-Unterstützung ist zuverlässig genug, um deinen Workflow am Laufen zu halten. Keine Umwege, kein Drama. Deine Datei ist bereit. Jetzt kannst du die Fotobearbeitungswerkzeuge von Affinity voll ausschöpfen.

Über die Autoren

Mike ist Fotograf, ein leidenschaftlicher, hoch motivierter Content-Creator und Mentor, der das Medium Fotografie nutzt, um zu dokumentieren, zu lehren und andere zu inspirieren. Er liebt Technik und die Bearbeitung mit modernen Tools, mit denen er besondere Ergebnisse konzipieren und umsetzen kann.

Fotograf und Produktexperte
Fotograf und Produktexperte

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