
Ivan Weiss
Fotografin
Vereinigtes Königreich
Pro-Panel
Ivan Weiss ist ein Porträtfotograf mit Sitz im Zentrum von London, der sich auf Porträtaufnahmen für Kunden aus den Bereichen Kunst, Unterhaltung, Wirtschaft, Design, Architektur und Politik spezialisiert hat. Er arbeitet eigenständig in seinem Studio und hält seine Praxis bewusst klein und persönlich. Dabei kümmert er sich selbst um jeden Schritt des Prozesses, von der Fotografie über die Nachbearbeitung bis hin zur Kommunikation mit den Kunden und dem Marketing. Ivan fühlt sich zur Porträtfotografie hingezogen, weil sie eine Balance zwischen menschlicher Verbundenheit und dem eher einsamen Prozess der Nachbearbeitung schafft. Er verbindet eine durchdachte Zusammenarbeit mit einer akribischen Herangehensweise an die Bildgestaltung, um Porträts zu schaffen, die sich durch technische Präzision, Persönlichkeit und Tiefe auszeichnen.
Kreative Arbeit
Fotografie
Portraitfotografie
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Portraitfotografie
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Portraitfotografie
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Portraitfotografie
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Portraitfotografie
Fragen & Antworten
Vor Jahren war ich Mitglied einer Online-Gruppe für Porträt-Coaching, die monatliche Wettbewerbe veranstaltete. Ich fing an, sowohl beim Fotografieren als auch bei der Nachbearbeitung kreativer zu experimentieren, und eines Monats antwortete der Veranstalter einfach auf meine Einsendung: „Das ist es. Beendet den Wettbewerb. Wir haben einen Gewinner.“
Diese Reaktion von Fotografen, die ich sehr schätzte, war ein wichtiger Moment für mich. Etwa zur gleichen Zeit besuchte ich erneut die Uffizien in Florenz und stellte fest, dass viele der visuellen Ideen, auf die ich hinarbeitete, bereits in der Porträtmalerei der Renaissance vorhanden waren. Dadurch wurde mir klar, wie stark diese Einflüsse meine Arbeit geprägt hatten.
Ehrlich gesagt hab ich keinen Lieblingsbereich, weil die Porträtfotografie einfach so perfekt zu meiner Persönlichkeit passt.
Ich liebe dieses gemeinsame Chaos, wenn ich mit jemand anderem im Studio bin und keiner von uns so richtig weiß, wohin die Session führen wird. Aber ich liebe genauso die Einsamkeit bei der Nachbearbeitung: Kopfhörer auf, ganz vertieft ins Sichten, Verfeinern und Colour Grading der Bilder.
Das Fotografieren selbst ist sehr nach außen gerichtet und gesellig, weil du dich voll und ganz auf eine andere Person einlassen musst. Das Bearbeiten spricht einen ganz anderen Teil meines Gehirns an: tiefe Konzentration, Experimentierfreude und völliges Eintauchen in die Arbeit. Ich brauche beide Seiten gleichermaßen.
In letzter Zeit habe ich mir mehr Gedanken über die Rolle der Fotografie in der Gesellschaft gemacht, vor allem als Reaktion auf die durch KI erzeugte Gleichförmigkeit und den wachsenden Wert von Authentizität.
Außerdem achte ich mittlerweile bewusster darauf, Menschen aus unterrepräsentierten Gruppen und Menschen zu fotografieren, die sich für Anliegen einsetzen, an die ich wirklich glaube. Das hat mich daran erinnert, dass Fotografie nicht nur zur Dekoration da ist. Es kann Menschen, Ideen und Gemeinschaften unterstützen.
Vor allem interessiert mich die Fotografie als etwas, das Kultur prägt, anstatt sie nur zu dokumentieren.
Mischbereiche(wird in einer neuen Registerkarte oder einem neuen Fenster geöffnet) sind die stillen Helden meines Workflows. Ich finde es toll, dass sie im Grunde eine weitere Kurvensteuerung sind, weil ich damit ganz genau steuern kann, wie sich ein Effekt in verschiedenen Tonbereichen verhält.
Ich nutze auch oft die Stapelverarbeitung und Makros. Bevor ich mit der Bearbeitung beginne, lasse ich die Dateien durch ein Stapel-Setup laufen, das automatisch die Ebenenstruktur erstellt, die ich am häufigsten verwende. Das spart Zeit und sorgt für Einheitlichkeit.
Die Live-Vorschau bei Filtern(wird in einer neuen Registerkarte oder einem neuen Fenster geöffnet) ist genial, weil ich dadurch experimentieren kann, ohne mich zu früh festlegen zu müssen. In der Nachbearbeitung möchte ich Ideen oft erst mal schnell skizzieren und Entscheidungen erst später verfeinern.
Es ist wohl keine Überraschung, dass ich am Ende immer Mischbereiche empfehle.
Wenn eine Anpassung zu stark wirkt, verringern die meisten Leute instinktiv die Deckkraft. Aber mit den Mischbereichen hast du viel feinere Einstellmöglichkeiten, weil du damit bestimmte Tonwertbereiche im Bild gezielt bearbeiten kannst. Du möchtest zum Beispiel, dass ein Effekt in den Lichtern stark bleibt, während er in den Schatten natürlich ausklingt.
Ich speichere meine Colour Grades auch als LUTs, sowohl zur Wiederverwendung als auch als Inspiration. Aber ich betrachte LUTs nie als fertige Looks. Das sind Ausgangspunkte. Ich wende sie unverändert an und passe sie dann mithilfe von Mischbereichen, Deckkraft und Mischmodi an, bis etwas Persönlicheres daraus entsteht.
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